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Shibori – Ein Stück Achtsamer Handwerkskunst

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HANDWERK: Shibori – ein Stück achtsamer Handwerkskunst

Wenn derzeit von den Familien auf der ganzen Welt erwartet wird, ihre Zeit hinter verschlossenen Türen zuzubringen, lässt genau dieser Rückzug die handwerkliche Kreativität zuhause neu erblühen. Wenn Sie nun also Ihre eigenen Tomaten züchten und auch schon gelernt haben, Brot zu backen, warum fügen Sie dann nicht ein weiteres altes japanisches Volkshandwerk zu Ihrer persönlichen Liste der positiven Seiten der weltweiten Lockdowns hinzu?

Japan ist der Ursprung schlechthin für achtsame Handwerkskünste, deren Beherrschung meist jahrelange und sehr engagierte Übung erfordert. Es gibt jedoch eine Handvoll solcher Handwerke, die man sich mit ein wenig Geduld leicht zu Hause selbst beibringen kann. Im dritten Teil unserer Serie, in der wir japanische Handwerkskunst zum Ausprobieren vorstellen, werfen wir also einen Blick auf Shibori, die alte Kunst der japanischen Knüpfbatik.

Shibori ist eine traditionelle japanische Resist-Färbetechnik, mit der eine unendliche Vielfalt von Mustern auf Stoffe wie Baumwolle, Hanf und Seide gebracht werden kann. Nach einer Reihe erprobter Methoden werden natürliche Stoffe vor dem Färben gefaltet, gebunden, genäht und geklammert. Dabei werden traditionell Pigmente auf pflanzlicher Basis, meist Indigo, verwendet. Im Einklang mit den Eigenschaften des Stoffes kann eine große Vielfalt an oft verblüffend komplizierten Mustern erreicht werden. Sie versprechen Stunden, wenn nicht Tage, Wochen und Jahre glückliche verbrachter Kreativ-Zeit.

Wie sollte man aber anfangen? Um ein Shibori-Meister zu werden, bedarf es natürlich jahrelanger, hingebungsvoller Übung. Die Grundtechniken aber lassen sich mit ein paar Werkzeugen, etwas kreativem Gespür und ein wenig Geduld leicht erlernen. Zuerst sollten Sie sich die Materialien besorgen. Es wird empfohlen, dass Sie an der Tradition festhalten und sich am Anfang für ein Stück Naturstoff entscheiden. Damit können Sie Ihre Shibori-Experimente beginnen. Einfarbige weiße Baumwolle oder ein Stück mittelschwere Seide sind die Stoffe, mit denen man am einfachsten arbeiten kann. Als nächstes nehmen Sie einen einfachen Faden, eine stabile Nadel, einen alten Eimer, Gummihandschuhe und, wenn Sie können, ein Set mit natürlicher Indigofarbe zur Hand. Solche Sets können Sie sich sehr leicht online besorgen, zum Beispiel bei Etsy. Wenn Sie Probleme bekommen, können Sie sich mit jeder normalen Textilfärbung ebenso gut in die Materie einarbeiten.

Entscheiden Sie sich als Nächstes für das Grundmuster, das Sie am Ende haben möchten. Es gibt zwar grenzenlose Variationen und endlose Möglichkeiten, die eigene Kreativität auszuleben. Am besten aber lernt man, wenn man zunächst einer einfachen Technik folgt. Bücher wie das von Nicola Gouldsmith Shibori: The Art of Indigo Dyeing oder das von Janice Gunner Shibori for Textile Artists führen Sie durch eine Vielzahl traditioneller Methoden von kanoko shibori (gebundener Widerstand) über nui shibori (genähter Widerstand) bis hin zu itajime shibori (Klammerwiderstand unter Verwendung geformter Holzblöcke). Alternativ können Sie über eine schnelle Onlinesuche eine Vielzahl von Bastelblogs mit leicht verständlichen Anleitungen finden, die Sie schnell mit einer Reihe von Shibori-Heimwerkerprojekten vertraut machen.

Und endlich können Sie den Sprung wagen! Es gibt keine bessere Art und Weise zu lernen, als sich bis zu den Ellbogen in einen Eimer Indigo zu stürzen.

Bilder: Alex Rebbeck

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